Aleksandra

Ich heisse Aleksandra, bin lesbisch und 1990 geboren. Ich wohne und arbeite in Basel, komme aber ursprünglich aus dem Tessin.

Schon früh in der Schule merkte ich, dass ich mich für Frauen interessiere, wusste aber nicht genau, was das war und hatte damals niemand mit dem ich reden konnte. Ich führte ein heterosexuelles Leben, merkte aber, dass etwas nicht stimmte. Ich fing an, Witze zu machen, zu sagen, dass ich auf Frauen stehe; die Antworten, die ich damals bekam, waren negativ. Ich war sehr traurig und enttäuscht. Meine Reaktion darauf war dann, dass es nur ein Scherz sei und lebte so weiter.

Als ich 16 Jahre alt war, erkannte ich, dass ich tatsächlich auf Frauen stehe. Entschloss mich, mit meiner Schwester zu reden, und das war meine beste Entscheidung. Sie hat meine Homosexualität ernst genommen und gab mir ihre volle Unterstützung. Es war schwierig und ich brauchte viele Jahre bis zu meinem kompletten Outing. Ich vertraute niemandem. Ich hätte mich gerne mit jemandem, der gleich fühlt darüber intensiver ausgetauscht, leider gab es dann aber niemanden. Ich sprach immer wieder mit meiner Schwester und sie gab mir stets Kraft und Mut.

Mein Studium an einer Universität stand bevor, deshalb füllte ich meinen Koffer mit viel Mut und reiste in die Deutschschweiz. Als ich mein Studium begann, entschloss ich mich, mein Leben als Lesbe zu starten. Ich begann, mich in meinem Freundeskreis und am Arbeitsplatz zu outen. Für mich ist es wichtig, dass die Menschen in meiner nahen Umgebung über meine sexuelle Orientierung Bescheid wissen, denn sie ist ein sehr wichtiger Teil von mir und ich bin stolz darauf.

Durch die Jugendgruppe Anyway in Basel lernte ich neue Menschen kennen. Menschen, die ähnlich sind wie ich. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Menschen, die ich mag, mich nicht akzeptieren so wie ich bin. Es stellte sich aber heraus, dass dies nie so gewesen ist.

Nun kann ich endlich sagen, dass ich mein Leben lebe. Meine Geschwister sowie meine Freunde unterstützen mich voll und ganz.

Ich engagiere mich für du-bist-du, weil ich weiss, wie wichtig es sein kann, mit jemandem über diese Themen zu reden. Ausserdem ist für mich wichtig, zu zeigen, dass, auch wenn es schwierig ist, eine Lösung gefunden werden kann. Man muss sich dafür nur genügend Zeit geben.

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